Architekturbüro
PROJEKT "LOPATINSKII"
- Funktion: Restaurant- und Hotelkomplex
- Standort: Charkiw, Ukraine
- Fläche: 5380 m²
- Status: Skizze, 2017.
- Team: Jewhen Danylenko, Serhij Lemehow, Nadiija Kolesnyk, Dmytro Babenko
- Stil: Eklektik, Neoklassizismus
- Art des Bauvorhabens: Umbau
Dies ist die Geschichte einer mehrjährigen Rekonstruktion im historischen Teil von Charkiw in der Lopatynsky-Gasse im Podil. Das Charkiwer Podil ist ein sehr interessanter Ort im unteren Teil des historischen Stadtzentrums in der Aue des Flusses Charkiw.
Nach den Plänen des Auftraggebers sollte ein interessanter Restaurant- und Hotelkomplex im historischen Stil mit eigenem Innenhof und Nutzung eines Teils der Uferpromenade geschaffen werden. An der Uferpromenade war geplant, eine Tiefgarage, eine Fußgängerzone, einen Anlegesteg und eine Bootsvermietung einzurichten, und das Highlight und der Akzent sollte ein Platz für einen Heißluftballon sein – ein erwarteter Anziehungspunkt selbst im stadtweiten Maßstab. Erfahrungen mit solchen Attraktionen in den historischen Zentren europäischer Städte, zum Beispiel in Berlin, wurden übernommen.
Wenn Ballonfahrer neben dem Nervenkitzel des Aufstiegs auch noch Stadtrundfahrten aus der Vogelperspektive genießen, entfaltet sich in dieser Gegend das Stadtzentrum sehr eindrucksvoll und man kann den gesamten Werdegang und die Verwandlung von Charkiw in allen Phasen seiner historischen Entwicklung studieren. Und mit einem erfahrenen und interessanten Reiseleiter an Bord und bei gutem Wetter wird dies doppelt interessant und spannend sein.
Die Planungsstruktur des Komplexes wird durch Gebäude aus verschiedenen Bauperioden gebildet und stellt einen komplexen Organismus mit ausgefallener Konfiguration dar. Drei Gebäude waren für die Unterbringung eines Spa-Komplexes und von Hotelzimmern vorgesehen, und zwei mit Blick auf den Fluss für die Unterbringung von Restaurants, Büros, Ausstellungsflächen, Konferenzräumen und einer nutzbaren Dachterrasse mit einem Panoramablick.
Die Arbeit mit Objekten, die eng in eine bestehende, gewachsene Bebauung integriert sind, ist eine sehr schwierige Aufgabe. Da die Aufgabe, die räumliche Struktur solcher Objekte zu verstehen, geschweige denn die Ausgangsdaten in die Sprache der Projektbearbeitung zu übersetzen, sich mitunter wie eine Quest anfühlt, sowohl in der Phase der Vermessung und Erstellung der Projektdokumentation als auch im Prozess der Bauarbeiten. Der Beginn der Bebauung dieses Grundstücks datiert aus dem 18. Jahrhundert. Solche Objekte (die aus einzelnen Fragmenten bestehen, die oft nicht miteinander verbunden und in verschiedenen Perioden gebaut wurden) wecken Gefühle, die wahrscheinlich mit den Gefühlen eines Sappeurs vergleichbar sind – man weiß nicht, was einen im nächsten Moment erwartet. Doch mit dem Wunsch und genügend Erfahrung kann alles überwunden werden!
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